verbotene Geschftsfhrung ohne Auftrag gegen das Heimatrecht

verbotene Geschftsfhrung ohne Auftrag gegen das Heimatrecht Öffentlich

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Buch: deutsche Encyclopädie oder allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften
(von Ludwig Julius Friedrich Höpfner)

Domicilium, Heimat, ist die Wohnung, welche sich jemand in einem gewissen Ort, in der Absicht, immer da zu bleiben, erwählt und genommen hat; sie erfordert hauptsächlich daß jemand willkürlich in einem gewissen Ort, und zwar in der Absicht dazubleiben wohnt; wann ich daher irgendwo das Bürgerrecht habe, oder der größte Teil meines Vermögens dort befindlich ist ,so folgt daraus noch nicht, daß ich dort mein Domicilium habe, so wie es auch an demjenigen Ort nicht ist, wo ich vielleicht auf eine Zeitlang, z. B. in der Absicht, Wissenschaften zu erlernen, oder eine Prozess-Sache zu betreiben, in Kriegszeiten Sicherheit zu suchen, mich hinbegeben habe.

Nach der Regel kann sich einjeder ein Domicilium erwählen und machen, welcher über sein Vermögen etwas zu verfügen fähig ist; hingegen kann z. B. ein Mündel ohne seinen Vormund, ein Minderjähriger oder Verschwender ohne seinen Pfleger, sich niemals ein Domicilium machen; eben so ein der väterlichen Gewalt unterworfener Sohn nicht ohne Bewilligung seines Vaters. Nach dem römischen Recht konnte auch ein Sklave niemals ein eigenes Domicilium haben, oder sich machen.
Leibeigene Leute haben zwar an dem Ort ihrer Wohnung immer ihr Domicilium, aber sie dürfen es niemals ohne die Bewilligung ihres Leibherrn, für welche sie immer etwas gewisses bezahlen müssen, verändern; Nur wenn sie der Religion halber wegziehen wollen, ist der Leibherr verbunden, ihren Abzug gegen Ablösung der Leibeigenschaft geschehen zu lassen.
Andere nicht leibeigene Untertanen können nach der Regel ihren Wohnplatz nach belieben verändern, nur müssen sie meistenteils ihr Bürgerrecht aufgeben, und an den meisten Orten das sogenannte Abzugsgeld, welches gewöhnlich der zehnte Teil ihres Vermögens ist, bezahlen. In vielen Länden, jedoch ist die Freiheit der Untertanen, ihr Domicilium zu verändern, durch besondere Gesetze oder Verträge eingeschränkt, allein niemals dürfen diejenige, welche wegen Mangel der Religionsübung sich von einem Ort wegbegeben wollen, hierin eingeschränkt werden.

Domicil heißt nach dem Lateinischen der Ort, wo Jemand seine bleibende Wohnung hat, daher unter dessen Gerichtsstand gehört, so lange nicht besondere Ausnahmen statt finden, und dessen Vortheile und Lasten er theilt, den er im Nothfall mit vertheidigen helfen muß, wo er aber auch Unterstützung zu erwarten hat, wenn er in Dürftigkeit geräth, kurz seine Heimat (s.d.). Es kann indessen Jemand an mehren Orten zugleich ansässig sein und sich abwechselnd an dem einen oder andern aufhalten, daher er dann auch an mehren Orten Recht nehmen muß und es in diesem Falle dem Kläger freisteht, wo er seine Klage anbringen will. Frauen und Kinder sind an den Aufenthaltsort des Gatten und Vaters gebunden; das Domicil des Soldaten ist stets sein Standquartier, das eines Verbannten der Ort der Verbannung.

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